Grüner Beton

Wochenbericht 15.04.2010
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Referent Jörg Rinninger gelingt es, ein nüchternes Thema interessant zu präsentieren

Präsident Weigand gab nach kurzer Vorstellung des Referenten Jörg Rinninger von der Betonwarenfabrik Hans Rinninger u. Sohn in Kißlegg dem Referenten die Bühne frei. Dieser bedankt sich ganz herzlich für die Gelegenheit, in unserem Club über ein Thema sprechen zu dürfen, das vor 40-50 Jahren noch von Tristesse geprägt war: Beton.

 

Heute ist Beton ökologisch, sozial und ökonomisch und damit "grün"!


Der Referent verstand es, in ausgeziechneter Weise, seine These zu begründen: Beton besteht aus Kies, Sand, Zement und Wasser und Zusatzstoffen. Während früher 5% der gesamten CO2-Immissionen von der Zementindustrie verursacht wurde, konnte dies durch neuartige Komposit-Zemente um 40% reduziert werden. Auch der Gesamtenergieaufwand zu Herstellung von Beton konnte reduziert und durch Nutzung von Sekundärenergien (z.B. Papier, Pappe, Altreifen, Altöl) ökologisch verbessert werden. Spezifisch betrachtet benötigt ein Stahlbetonträger gegenüber einem Stahlträger mit gleicher Tragkraft nur 30% der Herstellungsenergie. Bei einem ultrahochfestem Beton sind es sogar nur 9%. Diese hochfesten Neuentwicklungen erlauben architektonische Leichtbaukonstruktionen von ästhetischer Schönheit.

 

Sozial ist Beton durch seine Brandschutzsicherheit und seine Langlebigkeit, durch seine Anwendung iim aktiven Umwelt- und Hochwasserschutz, durch seine Wärmespeicherfähigkeit und durch seine vielseitigen Gestaltungsmöglichkeiten. Von manchen Betonteilen - z.B. einem Kanalnetz - wird eine Lebensdauer von bis zu 100 Jahre erwartet. Auch seine Geräuschdämpfung trägt zu einem ruhigeren Leben bei.

 

Ökonomisch ist Beton durch seine geringeren Betriebs- und Instandhaltungskosten über den gesamten Lebenszyklus eines Bauwerkes. Dank seiner Speichermassen ist Beton ideal für beheizbare Wände und Decken und gewährleistet im Verbund mit entsprechenden Isolationswerkstoffen nicht nur ein behagliches Klima, sondern auch Niedrigenergie- oder Passivbauweisen.

 

Mit zahlreichen Beispielen aus dem Produktionsprogramm der Fa. Rinninger belegte der Referent die Kreativität seines Hauses.

 

Präsident und Vizepräsident bedankten sich bei Jörg Rinninger mit lobenden Worten und einer Flasche Wein ganz herzlich und eröffneten die Diskussion, bei der noch einige interessanten Fragen gestellt und beantwortet wurden.