Brücken werden in Waltenhausen gesetzt

 

Brücken werden in Waltenhausen gesetzt

Bauvorhaben kostet 725 000 Euro. Zuschuss aus Konjunkturpaket

 

Nur mit einem großen Autokran ist es möglich, die tonnenschweren Betonteile für die Brücke in Waltenhausen einzupassen
Waltenhausen

Schon seit 20 Jahren plant die Gemeinde Waltenhausen die Hochwasserfreilegung des Weilerbaches, der durch Waltenhausen fließt.

Dank dem Konjunkturpaket 2, das im Januar 2009 von der Bundesregierung beschlossen wurde, konnte dieses Projekt von der Gemeinde endlich umgesetzt werden. Die Baukosten belaufen sich auf rund 725 000 Euro.

 

Das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth beteiligt sich bei den Baukosten mit 45 Prozent vom Konjunkturpaket. Vermessungskosten und Ausgaben für Grunderwerb werden allerdings nicht bezuschusst, müssen also von der Gemeinde allein getragen werden. Der Bau ist zu 60 Prozent fertiggestellt und Bauführer Eduard Cukrzynski der Firma ECO hofft auf das Wetter: „Wenn es so bleibt, dann halten wir den Zeitplan gut ein“.

 

Drei Brücken, zwei Überfahrten und eine Fußgängerbrücke

Bei dieser Hochwasserfreilegung werden drei neue Brücken, zwei private Überfahrten und eine Fußgängerbrücke neu gebaut. Anfang dieser Woche wurde die zweite Brücke, beim Feuerwehrhaus gesetzt. Diese Brücke besteht aus fünf Teilstücken mit jeweils circa 19 Tonnen Gewicht. Diese Fertigteile, aus Beton gegossen, stammen von einer Firma aus Kißlegg. Bis zu 900 Tonnen an großen Quadersteinen und circa 300 Tonnen Bruchsteine wurden bisher an der Fließstrecke eingebaut.

 

Bei dieser Brückensetzung erläuterte der Technische Amtsrat Hubert Mahler vom Wasserwirtschaftsamt Donauwörth, dass sehr viel Wert auf die spätere Bepflanzung der Uferböschung gelegt wird. Nach Beendigung der Baumaßnahmen werden an einigen Stellen des Weilerbaches Bauschlamm entfernt und typische Bachpflanzen wieder kultiviert, um das Ökosystem des Baches wieder anzukurbeln. Bürgermeister Karl Weiß ist zufrieden: „Es ist jetzt schon festzustellen, dass die Anlieger am Weilerbach bei einem sogenannten 100-jährigen Hochwasser keine Schäden bekommen werden.“ (relo)